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METRO Water Intitiative: Mehr als nur ein Tropfen Hoffnung

METRO kooperiert mit der kanadischen One Drop Stiftung, um in Indien Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen zu schaffen. Marie Claude Bourgie von One Drop spricht über Projektziele und darüber, wie Kreativität und die Kraft der Kunst die Welt nachhaltig verändern kann.

One Drop Grafik

One Drop wurde vor mehr als 10 Jahren vom Gründer des Cirque du Soleil, Guy Laliberté, gegründet: Warum?

Sein Traum war, diese Welt in einen besseren Ort zu verwandeln. In einen Ort, an dem alle Menschen Zugang zu menschenwürdigen Lebensbedingungen haben sollten. Auf seinen Reisen wurde ihm schnell klar, dass Wasser nicht nur das Symbol des Lebens ist, sondern weltweit Gesundheit und Entwicklung fördert. Guy erwähnt oft, wie großzügig das Leben zu ihm war und wie privilegiert er sich fühlt, weil es ihm gelang aus seiner Leidenschaft ein erfolgreiches Unternehmen zu machen. Diese Dankbarkeit, gepaart mit dem tiefen Wunsch einen Weg zu finden um etwas zurückzugeben, sind die Gründe warum er One Drop gründete.

 

Was ist heute der Ansporn für all diese Projekte?

Es ist die Vision von einer besseren Welt, in der alle Menschen Zugang zu Lebensbedingungen haben, die ihnen Selbstbefähigung und Entwicklung ermöglichen. Tag für Tag, Tropfen für Tropfen realisieren wir den Traum unseres Gründers, indem wir nachhaltigen Zugang zu Wasser und sanitären Anlagen für die schwächsten Gemeinschaften der Welt gewährleisten. Wir zeigen, wie innovative Partnerschaften, Kreativität und die Kraft der Kunst die Welt nachhaltig verändern können. Zurzeit haben 2,1 Milliarden Menschen zu Hause immer noch keinen Zugang zu sauberem Wasser. Es ist also klar, dass es immer noch enorm viel zu tun gibt. Aber zusammen mit unseren Partnern machen wir riesengroße Schritte in die richtige Richtung. Seit 2007 haben wir 21 internationale Entwicklungsprojekte im Wassersektor finanziert.

Die Vereinten Nationen haben die dringende Notwendigkeit „den Zugang zu sicherem Wasser und sanitären Anlagen für alle Menschen bis 2030 zu gewährleisten“ als Teil ihrer Nachhaltigen Entwicklungsziele klar definiert. Um diese kolossale Herausforderung zu meistern müssen Organisationen, Unternehmen und Regierungen zusammenarbeiten sowie ihr Wissen und ihre finanziellen Ressourcen bündeln, um wirkungsvolle und nachhaltige Initiativen zu entwickeln.

Damit unsere Wasserinfrastrukturen nachhaltig sind, müssen wir die Menschendazu bringen, ihr Verhalten positiv zu verändern.

Marie-Claude Bourgie

Warum hat One Drop den Ansatz der „Sozialen Kunst für Verhaltensänderung“ bei seiner Arbeit in diesem Bereich eingeführt?

Der erste Schritt ist ganz klar der Zugang zu sicherem Wasser. Ein weiterer aber die Aneignung von gesundem Verhalten in Bezug auf Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene. Dazu gehören Händewaschen mit Seife oder die richtige Instandhaltung von Toiletten.

Unter dem Einfluss des innovativen und kreativen Geistes des Cirque du Soleil entwickelten wir einen einzigartigen Ansatz, nämlich „Soziale Kunst“ für Verhaltensänderung. Eine Methode, bei der wir uns durch die Kunst mit den Menschen auf einer emotionalen Ebene verbinden, während Botschaften über die Wichtigkeit gesunder Verhaltensformen in Bezug auf Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene vermittelt werden.

Anstatt  zu sagen, was man tun oder nicht tun soll, verwenden wir lokal inspirierte Kunstformen, um die Menschen zu erreichen. Ob Theateraufführungen, Wandmosaiken oder Musikkonzerten  - Teil der Botschaft sind immer wasserbezogene Themen. Lokale Künstler entwickeln diese Aktivitäten, die auf den dortigen Kulturen und Dialekten beruhen. Dieser Ansatz ist sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch, und er zielt darauf ab, dass sich gesunde Verhaltensformen in Bezug auf Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene durchsetzen. Das ist es, was unsere Projekte einzigartig und - was das Wichtigste ist - nachhaltig macht. Die Wissenschaft ist sich einig: Damit unsere Wasserinfrastrukturen nachhaltig sind, müssen wir die Menschendazu bringen, ihr Verhalten positiv zu verändern.

 

Warum ist die Zusammenarbeit mit METRO wichtig für One Drop?

Als METRO das erste Mal auf uns zukam, waren wir beeindruckt vom Wunsch etwas Positives zu bewirken sowie von METROs Engagement in Bezug auf das wichtige Thema sicheres Wasser. Wir fühlen uns geehrt, dass wir Teil der METRO Wasserinitiative sind, die die Aufmerksamkeit von weltweit 24 Millionen Kunden und mehr als 150.000 Mitarbeitern auf dieses lebenswichtige Thema lenkt.

Bei One Drop haben wir zwei große Ziele, wenn es um den Aufbau einer innovativen Partnerschaft geht. Erstens wollen wir die Finanzpartner zusammenbringen, damit wir den Effekt jedes Dollar, den wir aufbringen, vervielfachen können. Und zweitens wollen wir das Bewusstsein für die globale Ursache des Wassers bei einem möglichst breiten Publikum wecken. Unsere Partnerschaft mit METRO über die METRO Water Initiative, die in 22 Ländern stattfindet, schafft eine enorme Präsenz, was für das Thema Wasser von unschätzbarem Wert ist. Diese Art der Öffentlichkeitsarbeit ist für uns bei One Drop und letztlich für alle Gemeinschaften, mit denen wir zusammenarbeiten, wertvoll. Die METRO Wassserinitiative ist ein perfektes Beispiel, wie eine Organisation Kräfte bündeln kann, um Gutes zu tun und das Leben vieler Menschen zu verbessern.

 

About ... Marie-Claude Bourgie

Marie-Claude Bourgie ist mehr als fünfzehn Jahren in der internationalen Entwicklung tätig. Bevor sie zu One Drop kam, arbeitete sie für Global Consult und EcoRessources und beriet Regierungen und den Privatsektor zu internationalen Klimaschutzpolitiken und Finanzierungsmodellen. Marie-Claude kam 2014 als Director of Operations zu One Drop und betreute die internationalen Programme in Lateinamerika, Westafrika und Indien. Sie wurde 2017 zum Chief Development Officer ernannt und ist nun für die gesamte Fundraising- und Partnerschaftsstrategie von One Drop verantwortlich.


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