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Alles für die Tonne!

Bei METRO ist Nachhaltigkeit seit langem ein wichtiges Thema – und das länderübergreifend. Beim Thema Recycling sind manche Länder grüne Vorreiter. Andere stehen noch ganz am Anfang. Daher packt METRO Ukraine dort an und bietet Recyclingstationen für jedermann.

Dass Klimaschutz uns alle angeht, wissen wir spätestens seit den Fridays-for-Future-Demonstrationen, bei denen weltweit vorwiegend junge Leute auf die Straßen gehen und für eine bessere Klimapolitik streiken. Sie schafften es, das Thema Nachhaltigkeit auf die Agenda vieler Menschen und Unternehmen zu rücken. Das Bewusstsein fängt mit dem Gedanken an „Wo kann ich Verpackungsmüll einsparen?“ und endet bei „Wie trenne ich meinen Müll richtig?“. Gerade Mülltrennung und Recycling können einen Unterschied machen: Jährlich stoßen nämlich allein die Herstellung und Verbrennung von Plastikmüll auf der ganzen Welt rund 400 Millionen Tonnen CO2 aus.

Laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aus 2015 belegt Deutschland dabei mit einer Recyclingquote von bis zu 65% den ersten Platz der weltweiten Top-Recycler, gefolgt von Südkorea, Slowenien, Österreich und Belgien. Viele andere Länder hingegen sind noch nicht so weit. So beispielsweise die Ukraine: Jedes Jahr fallen hier fast 450 Millionen Tonnen Abfall an, von denen nur etwa 5% recycelt werden. Der Rest landet in Deponien, die eine Fläche von 167 Tausend Hektar einnehmen und das Territorium des Naturschutzfonds des Landes übersteigen.
Waste

Kampf gegen den Müll in der Ukraine

Der rückschrittlichen Abfallwirtschaft in der Ukraine liegen mehreren Faktoren zugrunde. Zum einen eine veraltete Gesetzgebung, die vor mehr als 20 Jahren entwickelt wurde; zum anderem das Fehlen eines Kreislaufwirtschaftsmodells. Dazu kommen die unregulierte Sammlung von Verpackungsabfällen durch die Hersteller als auch das Fehlen einer erweiterten Herstellerverantwortung. Um die Abfallsammlung und die Recyclingindustrie nach EU-Standards zu entwickeln, reichen die gesetzlichen Regelungen in diesem Bereich noch nicht aus. Gleichwohl fordert die ukrainische Gesellschaft Verantwortung. Denn immer mehr Ukrainer sorgen sich um die Umwelt und ihre Zukunft und achten darauf, ihren Abfall richtig zu sortieren.

Diesem – positiven – Trend können sich auch verantwortungsbewusste Unternehmen nicht mehr entziehen. Um nicht allein auf die Initiative der Regierung zu warten, entstehen Umweltprojekte – wie die METRO Recyclingstationen. Diese stehen nicht nur gewerblichen Kunden, sondern auch allen umweltbewussten Bürgern der jeweiligen Städte offen. Sie können dort ihren Abfall wie Glasflaschen, Altpapier, Aluminiumdosen, Tetrapak-Verpackungen und Kunststoff, aber auch Schlacke entsorgen.
METRO Kundin Ivanka Сhervinska freut sich über diese Möglichkeit, ihren Müll nun direkt im Großmarkt abgeben zu können. Vor mehr als 2 Jahren beschloss sie, umweltbewusster zu leben und ihren Müll richtig zu trennen, anfangs noch im Recyclingzentrum "Ukraine ohne Müll". „Am Anfang fühlte es sich etwas ungewohnt an, da ich die Angewohnheit hatte, alles in eine Kiste zu werfen“, erzählt sie. „Seit METRO das Recyclingzentrum im Markt in Poznyaky eröffnet hat, bin ich regelmäßig dort, da ich in der Nähe wohne und die Nutzung der Abfallsammelstelle mir viel Zeit spart.“ Seit METRO Ukraine Ende September 2020 das Recyclingcenter in Odessa eröffnet wurde, unterstützt dort ein Recycling-Experte die Nutzer zudem dabei, richtig zu trennen und erklärt ihnen, was recycelt werden kann und was nicht. Und sollte es vorkommen, dass jemand Abfälle mitbringt, die nicht recycelbar sind – kein Problem: Hierfür gibt es auch eine spezielle Box für nicht recycelbare Materialien, die entweder zur Verbrennung bei einem spezialisierten Unternehmen oder auf die Deponie geschickt werden. Der Abfall wird dann ordnungsgemäß von METRO und dem Partner-Unternehmen Tarservice LLC entsorgt.
 

Zusammenarbeit mit Tarservice LLC

Tarservice LLC ist ein Teil der Unternehmensgruppe "STS-group", die sich auf die Sammlung von Sekundärrohstoffen – Rohstoffen, die durch Aufarbeitung aus entsorgtem Material gewonnen werden – im Südosten der Ukraine spezialisiert hat. Das Unternehmen nutzt dazu ein eigenes Netz von Recyclingstationen. Die Hauptpartner des Unternehmens in diesem Bereich sind Unternehmen wie METRO, aber auch ukrainische Brauereiunternehmen wie Carlsberg Ukraine. Tarservice LLC kümmert sich um die Sammlung von wiederverwertbaren Materialien aus Unternehmen und Einkaufszentren und transportiert die gesammelten Wertstoffe zu Produktionsstätten Dort erfolgt eine strenge Sortierung, Pressung und Wiederverwertung.

Die Zusammenarbeit von METRO Ukraine und Tarservice LLC umfasst neben der Sammlung von Sekundärrohstoffen in den METRO Abfallsammelstellen auch die Schulung von METRO Mitarbeitern in der korrekten Sammlung und Trennung von Abfällen sowie die Beseitigung von Abfällen aus den METRO Märkten selbst. Serhiy Korablev, Direktor von Tarservice LLC, erklärt die Dringlichkeit und den Mehrwert der Recyclingstationen: „Sie ermöglichen es uns, wiederverwertbare Materialien zu nutzen und den Nutzern der Stationen die richtige Mülltrennung beizubringen. Laut des staatlichen Statistikdienstes fallen auf jeden Ukrainer etwa 300 Tonnen Müll. Gleichzeitig sind in der Ukraine 7% des Landes Flächen für Deponien: das sind mehr als 43 Tausend Quadratkilometer, also in etwa die Fläche von Dänemark – das gilt es einzudämmen.“

Mülltrennung, die sich doppelt lohnt

METRO Ukraine hat als Teil der Unternehmensstrategie zum verantwortungsvollen Abfallmanagement seit 2018 Abfallsammelstellen in insgesamt 10 ukrainischen METRO Märkten eingeführt. Ende September 2020 kam eine weitere in Odessa hinzu. Das Besondere an diesem Recycling-Zentrum: Jedes Kilogramm Sekundärrohstoff hat einen Gegenwert. So kann jeder Bürger von Odessa sich nicht nur um die Umwelt kümmern, sondern erhält von Tarservice LLC auch eine finanzielle Belohnung für das Recycling seiner Abfälle. Die Nutzer bekommen hier beispielsweise im Austausch für 100 Gramm Plastik 1 Hrywnja (etwa 0,03 Euro). Das klingt nicht nach viel – kann man sich für diesen Betrag in der Ukraine lediglich zwei Schachteln Streichhölzer kaufen. Doch betrachtet man die Menge an Abfall, ist es doch ein kleiner Anreiz für den einzelnen Nutzer. Diese Anreizgestaltung ist bisher einmalig.
Doch ganz gleich, ob mit oder ohne finanzielle „Belohnung“ fürs Mülltrennen – das Thema Umweltschutz wird in der Ukraine immer populärer. „Die Nachfrage nach der Möglichkeit, Abfälle umweltgerecht zu entsorgen, steigt vierteljährlich. Es besteht also kein Zweifel, dass die METRO Recyclingstationen gut ankommen. Monatlich werden so bereits etwa 120 Kubikmeter Sekundärrohstoffe mit einem Gewicht von etwa 12 Tonnen gesammelt“, berichtet Olena Vdovychenko, Sales Director bei METRO Ukraine. Der Weg hin zum Vorzeigeland im Recycling ist zwar noch lang. Aber ein Schritt hin zu einer umweltfreundlicheren Ukraine ist bereits getan.
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Nachhaltigkeit bei METRO

Wir fokussieren unser Handeln auf 8 Schwerpunktthemen, die uns und unsere Kunden am meisten betreffen und bei denen wir die größte Hebelwirkung erzielen. Mehr zur Nachhaltigkeitsstrategie und den 8 strategischen Schwerpunktthemen im Nachhaltigkeitsbericht 2019/20.

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