Grenzen Bewegen

Digitale Trends auf 30 Quadratmetern

Interaktive Werbung, Preisberechnung per Algorithmus, Roboterassistenten: Der digitale Großhandel von morgen ist spannend. Im „LAB powered by METRONOM“ sind die Zukunftsthemen der Handelsbranche schon heute erlebbar.

Lässt sich die Zukunft einer ganzen Branche in einem Innovationslab ausstellen? Die Antwort lautet: Ja. Mit dem „LAB powered by METRONOM"

 

Lässt sich die Zukunft einer ganzen Branche in einem Innovationslab ausstellen? Die Antwort lautet: Ja. Mit dem „LAB powered by METRONOM“ hat in Düsseldorf für 12 Monate eine Technologie-Ausstellung eröffnet. Dort präsentiert METRONOM, die Tech-Unit von METRO, 5 wegweisende Tech-Trends der Handelsindustrie – und startet zur Eröffnung mit Beispielen aus dem Bereich der automatischen Bilderkennung für Produkte und Gesichter (Visual Search and Recognition).

Die Besucher können die Trendthemen phasenweise erleben: Für 2 bis 3 Monate lassen sich verschiedene Exponate begutachten, ehe der nächste Tech-Trend im Fokus steht. Das „LAB powered by METRONOM“ vermittelt den Besuchern auf diese Weise einen Eindruck davon, was technisch heute schon möglich ist und auf welche Weise die Digitalisierung den Großhandel prägt. Zu den vorgestellten Trendthemen gehören im Einzelnen:

 

  • Visual Search and Recognition
  • Augmented, Virtual and Mixed Reality
  • Robotic Assistance
  • Algorithmic Retailing
  • Smart Checkout

 

Für Markus Pfründer, verantwortlicher Metronom-Direktor, ist das LAB gleichermaßen Diskussionsplattform und Ausstellungsraum: „Wir haben 5 Themen identifiziert, die dem Zeitgeist der digitalisierten Handelsbranche entsprechen. Es geht vor allem darum, Chancen und Risiken aufzuzeigen.“ Die Besucher sollen sich mit den Tech-Lösungen auseinandersetzen und die Ideen auch weiterdenken, erklärt er den Ansatz des LAB. „Vor welchen Herausforderungen steht der Handel im Allgemeinen? Wo gibt es für METRO Anknüpfungspunkte? Im LAB begeben wir uns gemeinsam mit den Besuchern auf Antwortsuche“, erklärt Markus Pfründer. Im ersten Zyklus der Ausstellung steht das Thema „Visual Search and Recognition“ im Fokus.

Für den Großhandel bietet CV enormes Potenzial: Sie kann beispielsweise den Zeitaufwand bei der Suche nach Artikeln oder Produktinformationen reduzieren.
Maschinen mit CV nehmen ihre Umgebung auf und identifizieren sowohl Objekte als auch Gesichter.

Zwischen Gesichtserkennung und Produktsuche

Der Begriff „Computer Vision“ (CV) beschreibt einen Prozess, bei dem Maschinen reale Bilder und Videos erfassen, verarbeiten und analysieren. Maschinen mit CV nehmen ihre Umgebung auf und identifizieren sowohl Objekte als auch Gesichter: Sie lernen zu sehen wie Menschen.

Noch vor 30 Jahren war die Identifikation von Gegenständen oder Personen durch Maschinen schwierig und ungenau, doch inzwischen ist die Technologie soweit ausgereift, dass ihre Fehlerquote der menschlichen gleicht und diese sogar unterschreitet. Darüber hinaus gelingt es den sehenden Maschinen, erkannte Objekte und Gesichter mit zuvor gesammelten und gespeicherten Daten in Verbindung zu bringen. Wenn sie etwa ein Produkt erfassen, dessen Inhaltsstoffe bekannt sind, stellen sie die Informationen bei der Erkennung des Produkts bereit – und das in nur wenigen Sekunden.

Für den Großhandel bietet CV enormes Potenzial: Sie kann beispielsweise den Zeitaufwand bei der Suche nach Artikeln oder Produktinformationen reduzieren, die Sammlung und Speicherung von Daten erleichtern und personalisierte Beratung auf Basis abgerufener Kundeninformationen ermöglichen.

 

Um den Interessierten tiefere Einblicke in dieses Trendthema zu gewähren, zeigt das LAB 5 verschiedene Tech-Lösungen, die auf Basis von CV arbeiten. Ein besonders spannendes Tool: RetailQuant.

RetailQuant

Zu den 5 Innovationen aus dem Themenbereich „Visual Search and Recognition“ gehört auch die Arbeit von RetailQuant. Das Münchener Start-up-Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Digitalisierung der Branche voranzutreiben. Ihre Innovation: Eine digitale Lösung, die es Gastronomen und Händlern ermöglicht, demographische Daten über ihre Kundschaft anonymisiert zu sammeln, zu analysieren und zu interpretieren – kosteneffizient und einfach in der Handhabung. Die Nutzer von RetailQuant müssen lediglich einen Sensor an ihrer Kasse installieren. Dort erkennt der digitale Helfer das Alter, Geschlecht, Herkunft und die Zufriedenheit der Kunden beim Bezahlvorgang. So lassen sich nun auch im stationären Handel zahlreiche Kundendaten automatisch erfassen. Sie helfen den Betrieben dabei, kundenorientierte Entscheidungen bei der Sortimentsoptimierung oder bei Werbemaßnahmen zu treffen. Eine spezielle Krypto-Software verschlüsselt die Daten des Kunden und gewährleistet dadurch die Einhaltung der deutschen Datenschutzrichtlinie.

Der Begriff „Computer Vision“ (CV) beschreibt einen Prozess, bei dem Maschinen reale Bilder und Videos erfassen, verarbeiten und analysieren.

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