Menschen Bewegen

Endlich wieder durchatmen?

Hochleistungsluftfilter sind eine von etlichen Maßnahmen, in die Gastronomen im Kampf gegen Corona – und um ihren Betrieb – investieren. Was moderne Technologie leisten kann (und was nicht).

Die Menschen drängt’s nach draußen. Außenflächen sind seit dem Restart der Gastronomie gut belegt. Viele Kommunen erlauben unkompliziert die Nutzung zusätzlicher Flächen, sodass trotz Abstandsregeln möglichst viele Gäste unterkommen. Da werden Parkplätze umfunktioniert, Gehwege aufgeteilt. Solange das Wetter mitspielt. Doch der Sommer ist endlich. Wenn es regnet oder kälter wird, braucht es gut durchdachte Hygienekonzepte für die Innenräume. Um eine wirtschaftliche Perspektive auch für die kühlere Saison zu schaffen, optimieren Gewerbetreibende bereits seit dem 1. Coronasommer die Sicherheitskonzepte für ihre Betriebe. Über gesetzliche Bestimmungen, Abstands- und Hygieneregeln hinaus kann das Raumklima dazu beitragen, dass sich Gäste und Belegschaft sicherer fühlen. Eine möglichst keim- und virenfreie Luft soll dabei das sogenannte aerogene Ansteckungsrisiko minimieren. Übrigens nicht nur in Bezug auf Covid-19, sondern auch bei ganz normalen Erkältungswellen.

Weniger Viren und Keime in der Raumluft

Dazu gibt es unterschiedliche Ansätze: UV-Desinfektionslampen sollen beispielsweise durch UV-Strahlung die Reproduktions- und Infektionsfähigkeit von Bakterien und Viren hemmen und Keime abtöten. Ozon-Luftreiniger versprechen ebenfalls eine abtötende Wirkung: Laut Herstellern werden die angesaugten Sauerstoffmoleküle durch elektrische Ladung aufgespalten, das entstehende Ozon zerstört Viren und Bakterien. Aber einfach ein Gerät aufstellen, und das war‘s? Ganz so einfach ist es nicht. Da UV-Strahlen Haut und Augen schädigen können, mahnen Experten zur Vorsicht. „Die wissenschaftliche Bewertung über mögliche gesundheitliche Konsequenzen steht hier allerdings noch am Anfang“, heißt es etwa vom deutschen Bundesamt für Strahlenschutz. Auch Ozon ist nicht unumstritten; das Gas könne beispielsweise zu Reizerscheinungen führen oder andere Schadstoffe binden, warnen Fachleute.

Die Favoriten in Fachkreisen und Praxis sind derzeit Hochleistungsluftfilter. So zeigen Studienergebnisse des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr München (UniBw), dass Raumluftreiniger die indirekte Infektionsgefahr durch Aerosole wirksam verringern können. „Leistungsstarke Raumluftreiniger mit F7 + H14 Filterkombination wie der TAC V+ können die Aerosolkonzentration in Räumen kleiner und mittlerer Größe problemlos auf einem niedrigen Niveau halten“, sagt Prof. Dr. Christian Kähler vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr München. „Diese Geräte sind daher sehr gut geeignet, um z.B. in Klassenzimmern, Geschäften, Warte- oder Behandlungszimmern, sowie Restaurants und Bars dauerhaft für eine geringe Virenlast zu sorgen, ohne sich um das Öffnen von Fenstern kümmern zu müssen und das Wohlbefinden im Raum zu beeinträchtigen.“ Außerdem, so Kähler, sei auf diese Weise eine Reduzierung der Virenlast sichergestellt: „Ferner sorgen sie im Gegensatz zur freien Lüftung mit Fenstern auch dafür, dass eine wirkliche Reduzierung der Virenlast erfolgt, was bei der freien Lüftung oft nicht gewährleistet werden kann. Weil die Raumluftreiniger und Entkeimungsgeräte zwar das indirekte Infektionsrisiko minimieren, aber keinen Schutz vor einer direkten Infektion leisten, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich.“ Einen kompletten Schutz vor einer Infektion könnten Filtertechnologien jedoch nicht leisten, sagt e r. „Es ist daher zusätzlich wichtig, weiterhin ausreichend große Abstände zu anderen Personen einzuhalten oder Mund-Nasen-Bedeckungen bzw. besser partikelfiltrierende Atemschutzmasken zu tragen oder sich durch transparente Schutzwände zu schützen, damit eine direkte Infektion vermieden wird.“

„Wir fühlen uns sicherer und auch das Feedback der Gäste ist positiv“, sagen Mariella und Peter Hartkopf vom Hotel zum Holländer im nordrhein-westfälischen Lindlar. Seit Juni hat ihr Haus wieder regulär geöffnet. Der Neustart ist mit Schutzmaßnahmen angelaufen, mit einem überarbeiteten Hygienekonzept und neuen Hochleistungsluftfiltern. „Weil das System die Raumluft effizient filtert, sorgen die Luftreiniger für ein Sicherheitsgefühl bei den Mitarbeitern und vor allem bei unseren Gästen“, berichten Mariella und Peter Hartkopf. Das Ehepaar beschäftigte sich schon frühzeitig mit dem Thema; bereits im Oktober 2020 überlegten sich die Hartkopfs, einen Luftfilter anzuschaffen. Dabei war ihnen vor allem die Funktions- und Leistungsfähigkeit des Geräts wichtig, genauso wie eine hohe Kundenzufriedenheit auf der Internetseite der Hersteller. Ihr Fazit nach 6 Wochen Regelbetrieb: „Das Gerät funktioniert super.“

Deutschland ist eines der Länder, in denen Luftreiniger besonders gefragt sind. Spitzenreiter ist aktuellen Marktdaten zufolge Großbritannien, auch in Polen und Frankreich stehen Luftfilteranlagen hoch im Kurs. Den Prognosen zufolge soll der Markt für derartige Geräte in Europa bis 2026 um jährlich rund 8 % wachsen. Vorschriften und Förderungen für technische Hygienevorkehrungen unterscheiden sich von Land zu Land; in Deutschland beispielsweise ist die Anschaffung von Luftfilteranlagen unter bestimmten Voraussetzungen über die sogenannte Überbrückungshilfe III förderfähig. Doch bei allen technischen Errungenschaften bleibt eines weiterhin unerlässlich, wie auch Experten immer wieder betonen: die Hygiene jedes Einzelnen. Und das bedeutet eben weiterhin: Hände waschen, Hände desinfizieren, Abstände einhalten. Damit die nächste Gastronomiesaison kommen kann – und nicht der nächste Lockdown.

Luftfilter Trotec Sabine Grothues

Trotec Luftfilter. Foto: Sabine Grothues

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Der Hochleistungsluftreiniger TAC V+ von TROTEC ist über die Kooperation SMART & EASY bei METRO erhältlich. Deutsche Gastronomiekunden können unter bestimmten Voraussetzungen eine Subvention der Geräte erhalten. Weitere Infos dazu gibt es über das METRO Kundenmanagement oder auf der Website https://www.metro.de/service/pentagast/trotec.


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