Gibt es einen Ausweg aus dem Einweg?

Ändern wir nichts, könnte bis 2050 mehr Plastik in unseren Ozeanen schwimmen als Fisch. Wir müssen handeln – alle. Wirtschaft und Verbände, Politik, Gastronomen und Verbraucher. Warum ein Runder Tisch hierfür ein guter Anfang ist.

Aktuell landet jede Minute eine Müllwagenladung Plastikmüll in den Weltmeeren und im Pazifik treibt bereits eine Plastikmüllinsel, die dreimal so groß ist wie Frankreich.

Kunststoff, die Entdeckung der Nachkriegszeit, hat unser Leben in vielerlei Hinsicht revolutioniert. Viele Dinge, von Autos über Raumfahrt bis hin zu Medizin, wären ohne Plastik nicht möglich. Doch unsachgemäße Entsorgung und gedankenloser Umgang mit Plastikmüll sind zu übergroßen Bedrohungen für Flora und Fauna unserer Meere und Küstenzonen geworden.

Wir müssen handeln - alle. Lösungen müssen gefunden, Innovationen vorangetrieben werden. Bei METRO sind wir davon überzeugt, dass wir die Herausforderungen am besten meistern, wenn wir als Gemeinschaft handeln. Wenn wir auf starke Partnerschaften und Dialog setzen. Wenn wir unsere Kräfte und unser Know-how bündeln. Deswegen haben wir Vertreter von Unternehmen entlang der kompletten Plastik-Wertschöpfungskette, mit Gastronomen und Caterern sowie Politik und wissenschaftlichen Institutionen an einen Runden Tisch gesetzt und ihn begonnen: Unseren Ausweg aus dem Einweg - hin zu einer Kreislaufwirtschaft und gut gewählten Alternativen. Warum das wichtig ist, erfahren wir von einigen der Teilnehmer, die uns für ein paar Fragen im Anschluss an den Runden Tisch zur Verfügung standen.

Dr. Henning Wilts, Abteilungsleiter Kreislaufwirtschaft, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

"Wir haben bisher insgesamt 6 Milliarden Tonnen Plastikabfall produziert und davon gerade mal 7% recycelt. Das heißt, wir können uns Einwegprodukte eigentlich auf Dauer nicht leisten."

Frank Kolvenbach, Vertriebsdirektor Deutschland, PAPSTAR GmbH

"Für uns nicht die Frage Ausstieg aus Einweg, sondern Einweg nachhaltig zu machen. Das kann sowohl über Rohstoffvarianten sein als auch über Entsorgungswege sichergestellt werden."

Joachim Nolte, Key Account Manager, INTERSEROH Dienstleistungs GmbH

"Wir können es nur gemeinschaftlich leisten, einen Kreislauf zu schaffen und die Produkte immer wieder in einem Kreislauf zu halten. Und dann sind wir weg vom Einweg. Und das ist der Ausweg."

Kathrin Lutter, Bereichsleiterin Catering & Events, METRO Campus Services GmbG

"Wir müssen einen Ausweg aus dem Einweg finden für einen grünen Planten und das Entwickeln eines Selbstverständnisses für alternative Lösungen."

Kay Küsters, Inhaber Big Hug Barbecue Dormagen

"Wir müssen einen Ausweg aus dem Einweg finden, weil Wirtschaften immer einen ökologischen Hintergedanken braucht, wie wir an den verdreckten Weltmeeren sehen."

METRO hat Ende September eine >> Selbstverpflichtung zur Reduzierung des eigenen Plastik-Fußabdrucks  bekannt gegeben und sich Ende Oktober zudem der globalen  >> Verpflichtung zur New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation angeschlossen.