Restaurant Mune

Ein Stückchen Beirut in Madrid

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Als sich die politische Situation im Libanon verschärfte, beschloss Rabih Haddad, beruflich wie privat umzusatteln. Nun betreibt der MAKRO Kunde erfolgreich ein Restaurant in der Innenstadt von Madrid – mit Sinn für Geschmack, Geselligkeit und Geschichte.

Eine schmale Seitenstraße in Madrid-Justicia, Trendviertel im Zentrum der spanischen Hauptstadt. Schon von außen sticht das Restaurant Mune mit seiner intensiv apricotfarbenen Fassade ins Auge. Innen läuft rhythmische Loungemusik. Die Trockenblumen in verspielten Vasen und das ornamentverzierte Besteck auf den Tischen kontrastiert mit den rauverputzten Wänden und den darin freiliegenden Backsteinen. „Die Optik soll an den Bürgerkrieg und die Geschichte des Libanons erinnern“, erklärt Restaurantbesitzer Rabih Haddad. Im Januar 2020 kam er nach Madrid, mitten in der libanesischen Revolution, kurz vor Corona.

Der Umzug war eine ganz bewusste Entscheidung mit einem konkreten Businessplan. Seit 2017 sei die Situation im Libanon „immer schlimmer“ geworden, sagt Haddad. So reifte das Vorhaben, auszuwandern und ein Restaurant mit Spezialitäten aus seiner Heimat zu eröffnen. Im Februar 2020 waren die passenden Räumlichkeiten gefunden, nach Vorbereitungen, Umbauten und nicht zuletzt coronabedingten Hürden eröffnete das Mune im Oktober 2020. Fattusch, Tabouleh, Kibbeh und Kafta stehen jetzt hier auf der Speisekarte; traditionelle Gerichte der libanesischen Küche, angerichtet in einem modernen, „Instagram-tauglichen“ Ambiente.

Restaurant Mune Rrabih Haddad

Vielseitige Küche und Liebe zum Detail

Das Lokal betreibt Haddad gemeinsam mit Geschäftspartnerin Dalia Nahas. Dabei stammt er eigentlich aus dem Baugewerbe, sie arbeitete in der Werbung. Jetzt leitet Haddad die Küche und den operativen Betrieb, Nahas kümmert sich um Marketing und Organisatorisches. „Wir wussten genau, wie unser Menü aussehen soll“, erzählt Haddad. „Viele Rezepte haben wir von unseren Müttern, einige haben wir uns selbst beigebracht. Andere Gerichte haben wir gemeinsam mit einem Profi-Koch entwickelt. Einen Monat lang haben wir nur rumprobiert, gesagt: Hier fehlt noch Salz, da muss es noch zitroniger werden.“ Jedes Stück im Mune suchten Haddad und Nahas selbst aus, mit Sinn fürs Detail. So sind etwa die Wasserkaraffen aus wiedereingeschmolzenem, neuverarbeitetem Glas gefertigt, das bei der Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut 2020 zerstört wurde.

Rund 30 Sitzplätze bietet das Restaurant an verschieden großen und kleinen Tischen, weitere 5 Gäste finden Platz an der Bar. Zu den striktesten Corona-Zeiten durchaus herausfordernd, auf begrenztem Platz und unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln den Betrieb aufzuziehen. Doch die aromatische, vielseitige Küche spricht für sich selbst; schnell etablierte sich das neue Lokal in der Gegend. Veganer und Vegetarier kommen ebenso auf ihre Kosten wie Fleischliebhaber.

Auf die Qualität der Zutaten kommt es an

„Die libanesische Küche ist geschmacksintensiv und gleichzeitig gesund“, schwärmt Haddad. Hummus, Bohnen, Blattgemüse, Paprika und Joghurt kennzeichnen die Gerichte, Zutaten wie Sumac und Zaatar verleihen den Speisen Würze. Eines der Lieblingsgerichte des Besitzers: Tabbouleh, der charakteristische libanesische Salat. „Ich liebe den Geschmack einfach.“ Aber auch Lamm, Rinderfilet und  hack zeichnen die Karte aus, sagt Haddad. Das Fleisch bezieht er bei MAKRO, so wie etliche weitere Produkte. Als Belieferungskunde kann Haddad seine Bestellungen telefonisch, online, per E-Mail oder über seine Kundenmanagerin tätigen, die das Restaurant alle paar Tage besucht. Mehrfach pro Woche rollt der MAKRO Kleinlaster an und versorgt das Lokal mit frischen und haltbaren Waren, vom Gemüse bis zum Reinigungsmittel.

„Die Qualität des Essens hängt immer von der Qualität der Zutaten ab“, sagt Haddad. Charakteristisch für die libanesische Küche ist aber nicht nur das Aroma, sondern auch die Art des Essens: Traditionell werden viele Speisen als gemischte Teller zum Teilen serviert. Wahrscheinlich ist es diese Mischung aus Geschmack, Geselligkeit und Geschichte, die die Gäste ins Mune strömen lässt. Zur Mittagszeit ist an diesem Tag jeder Platz belegt; am Tresen packen 2 Angestellte außerdem Gerichte zum Liefern und Mitnehmen ein. Sie legen kleine Karten als Beigabe in die Tüten. Aufschrift: „Desde Beirut con Amor“ – Aus Beirut, mit Liebe.