Kann man heute schon in der Zukunft schlafen und essen?

Die Zukunft hat längst begonnen. Weltweit experimentieren unabhängige Unternehmer mit innovativen Hotel- und Restaurantkonzepten. Wir stellen fünf aufregende Konzepte vor.

Innovative Ideen gibt es viele. Wir stellen fünf Konzepte vor. Was genau bedeutet Innovation eigentlich in der gastgebenden Branche und worauf kommt es dabei an? Fünf Konzepte aus den Metropolen Wien, London, Berlin, Amsterdam und Barcelona.

Brlo Brwhouse

Brlo Brwhouse, Berlin
© Seren Dal

WIEN
Wirklich(keit) mal anders

Große Einkaufsstraßen, in denen sich das Geschehen zentriert, während in den Seitenstraßen viele Einzelhändler schließen: Dieses Phänomen ist in zahlreichen Großstädten zu beobachten. Grätzlhotel in Wien setzt dieser Entwicklung modernen Tourismus entgegen. Freistehende Ladenlokale werden zu Hotels umgewandelt. So leben die Gäste nicht nur mitten in der Nachbarschaft, sondern interagieren mit ihr - "Grätzl" ist der Wiener Ausdruck für Kiez oder Viertel.
Die erdgeschossigen Zimmer heißen gemäß ihrer Ladenlokal- Vorgeschichte "Leuchtenmacherin" oder "Der Schuster". Ein Hospitality-Konzept, das die Individualität einer Privatwohnung mit der Um- und Versorgung eines Hotels kombiniert.

graetzlhotel.com

Graetzlhotel

Grätzlhotel, die Lampenschirmmacherin, Wien
© Heidrun-Henke

WIEN
Wirklich(keit) mal anders

Große Einkaufsstraßen, in denen sich das Geschehen zentriert, während in den Seitenstraßen viele Einzelhändler schließen: Dieses Phänomen ist in zahlreichen Großstädten zu beobachten. Grätzlhotel in Wien setzt dieser Entwicklung modernen Tourismus entgegen. Freistehende Ladenlokale werden zu Hotels umgewandelt. So leben die Gäste nicht nur mitten in der Nachbarschaft, sondern interagieren mit ihr - "Grätzl" ist der Wiener Ausdruck für Kiez oder Viertel.
Die erdgeschossigen Zimmer heißen gemäß ihrer Ladenlokal- Vorgeschichte "Leuchtenmacherin" oder "Der Schuster". Ein Hospitality-Konzept, das die Individualität einer Privatwohnung mit der Um- und Versorgung eines Hotels kombiniert.

graetzlhotel.com

Vollkommen neu ist das nicht: Essen, das aus dem Drucker kommt. Ein Restaurant, in dem neben den Gerichten auch Mobiliar oder Geschirr gedruckt werden, allerdings schon. Das Team der niederländischen Firma 3D By Flow eröffnete 2016 in der Old Truman Brewery im Londoner Stadtteil Shoreditch ein dreitägiges Pop-Up-Restaurant. Das zunächst nur temporär gedachte Lokal ist so erfolgreich, dass es nun um die Welt tourt. Hauptverantwortlich für das kulinarische Konzept ist der spanische Sternekoch Mateo Blanch. Gemeinsam mit Technologen, Künstlern und Köchen zaubert er Neun-Gänge-Menüs aus dem Drucker.

foodink.io

Zoku

Zoku, Amsterdam
© Ewout Huibers

BARCELONA
Labyrinth in eine andere Welt

Niemand auf der Welt macht Restaurants wie Albert Adrià. Und wenn der spanische Starkoch (und jüngere Bruder von Ferran Adrià) verkündet, einen Ort zu schaffen, der "neu erfinden soll, wie wir Restaurants begreifen", dann ist Spektakuläres zu erwarten. Adrià hält Wort: Sein Anfang 2017 eröffnetes Enigma betritt man mit einem Barcode, um dann für mehrere Stunden durch ein 7.534 Quadratmeter großes Wunderland zu wandern - was wörtlich zu verstehen ist. Gerade mal 24 Plätze sind pro Abend für Gäste vorgesehen. Sie konsumieren bis an die 40 Gänge, in denen die Aggregatzustände verschmelzen. Trotz allem ist die Stimmung nicht elitär. Dem Starkoch ist es ein wichtiges Anliegen das Essen und den Gast in den Fokus zu stellen.

enigmaconcept.es

 

Aufmacherbild: © PepoSegura

Enigma Küche

Enigma, Barcelona
© PepoSegura

BARCELONA
Labyrinth in eine andere Welt

Niemand auf der Welt macht Restaurants wie Albert Adrià. Und wenn der spanische Starkoch (und jüngere Bruder von Ferran Adrià) verkündet, einen Ort zu schaffen, der "neu erfinden soll, wie wir Restaurants begreifen", dann ist Spektakuläres zu erwarten. Adrià hält Wort: Sein Anfang 2017 eröffnetes Enigma betritt man mit einem Barcode, um dann für mehrere Stunden durch ein 7.534 Quadratmeter großes Wunderland zu wandern - was wörtlich zu verstehen ist. Gerade mal 24 Plätze sind pro Abend für Gäste vorgesehen. Sie konsumieren bis an die 40 Gänge, in denen die Aggregatzustände verschmelzen. Trotz allem ist die Stimmung nicht elitär. Dem Starkoch ist es ein wichtiges Anliegen das Essen und den Gast in den Fokus zu stellen.

enigmaconcept.es

 

Aufmacherbild: © PepoSegura


Auch Interessant