METRO MARKETS: „Wir wollen den Kuchen größer machen“

Mitarbeiterzahl verdoppelt, größeres Büro bezogen und nach Spanien expandiert – METRO MARKETS, der B2B-Marktplatz mit Schwerpunkt auf HoReCa-Kunden, schreibt Erfolgsgeschichte. Wie das Kunststück gelang, exponentiell zu wachsen, trotz Lockdown, eines neuen Teams und fast ausschließlich Remote Work.


Wichtigste Voraussetzung: Das Produkt stimmt! Und das ist der Fall. METRO MARKETS bietet über seinen Online-Marktplatz gastronomienahe Non-Food-Produkte unterschiedlicher B2B-Händler an, darunter auch Eigenmarkenprodukte von METRO selbst. Das Angebot ist 2019 zunächst in Deutschland an den Start gegangen. Dort hat es sich schnell etabliert. Nach nur 12 Monaten, ausgerechnet im Corona-Jahr 2020, wagte METRO MARKETS den Schritt in den 2. europäischen Markt und expandierte nach Spanien (www.makro.es/marketplace).

Warum gerade Spanien? Das Team prüfte Marktgröße, Mitbewerber, logistische Prozesse, sprachliche Hürden und interne IT-Voraussetzungen. Den Ausschlag gaben MAKRO Spaniens relativ harmonisierte IT-Landschaft, das gut aufgestellte Digitalteam, der stark fragmentierte Markt der Online-Anbieter und die hohe Zahl an HoReCa-Kunden in Spanien. „Uns ging es nie darum, gezielt in ein bestimmtes Land zu expandieren. Wir wollten ein grundlegendes Modell für internationales Wachstum schaffen. Diese Perspektive haben wir immer mitgedacht“, sagt Jon Egiluz, Country Lead METRO MARKETS Spanien.

Expansion extrem

Jon hatte erst im August 2019 bei METRO angefangen und war gerade für einige Tage zum Onboarding ins Büro nach Düsseldorf gereist. METRO MARKETS wollte außerhalb Deutschlands so richtig durchstarten. Doch dann kam der Lockdown. Ein neues Team aufbauen, in Spanien ein Lager errichten und Kunden auf die spanische Plattform holen – all das musste nun von zu Hause per Remote Work am Laptop organisiert werden. „Die meisten Kollegen waren es nicht gewohnt, im Homeoffice zu arbeiten. Und wir waren kein eingespieltes Team, das eine erprobte Zusammenarbeit einfach digital fortsetzen kann. Wir mussten in jeder Hinsicht neue Strukturen aufbauen, zusammenwachsen und zu einem internationalen Mindset finden“, sagt Cristina Garcia, Head of Digital MAKRO Spanien. Erschwerend kam hinzu: Auch die Kundengeschäfte kamen praktisch zum Erliegen. Immer wieder öffnen und schließen zu müssen, war eine enorme berufliche Herausforderung und sehr belastend. Aber das Kunststück gelang: METRO MARKETS öffnete im März 2021 seine digitalen Pforten.

METRO MARKETS

Der Online-Marktplatz von METRO MARKETS ist darauf ausgelegt, jeglichen Bedarf von Profikunden über einen One-Stop-Shop zu decken: Gastronomen erhalten alles, was sie benötigen über eine einzige Plattform. Händler mit Gastronomiefokus listen und verwalten ihre Produkte selbst über eine digitale Schnittstelle. Eine Verkaufsgebühr zahlen sie erst, wenn ihr Kunde gekauft hat. So entsteht im direkten Anbieterwettbewerb die größtmögliche Produktvielfalt zu attraktiven Preisen.

Blaupause für künftige Länder

Spanien sollte nur der Anfang sein. Die hier gesammelten Erfahrungen werden künftig helfen, schnell neue Märkte zu erschließen. Die Plattform weiterentwickeln, das gesamte Prozedere für neue Märkte durchspielen und möglichst reibungslos für andere Länder adaptieren – das Modell Spanien dient als Blaupause für die weitere Internationalisierung. „Europaweit einheitliche gesetzliche Vorgaben und Regulierungen haben es uns erleichtert. Aber jedes Land wird auch neue Anforderungen mit sich bringen“, sagt Cristina. 

Online und offline zusammen denken

Seitdem die Plattform in Spanien ans Netz gegangen ist, hat sie alle Umsatzerwartungen übertroffen. Inzwischen sind mehr als 40.000 Artikel auf der Plattform und täglich kommen neue Anbieter hinzu. Ein Grund für den Erfolg: Bislang gab es auf dem spanischen Markt nur kleine Online-Marktplätze, die auf die Bedürfnisse von HoReCa-Kunden abzielen. MAKRO Spanien und METRO MARKETS kennen die Zielgruppe genau und unterstützen die Anwender dabei, sich ein weiteres professionelles Standbein in der Online-Welt aufzubauen. „Anfangs haben die Kunden sich gewundert, da sie METRO mit Produkten und Märkten vor Ort in Verbindung brachten. Das Vertrauen in die Marke hat sehr geholfen, sie auch für ein digitales Geschäftsmodell zu gewinnen. Beide Welten, online und offline, werden sich künftig gegenseitig unterstützen“, sagt Jon. „Am Ende geht es doch darum, unseren Kunden einen komfortablen und einfach zu nutzenden Service zu bieten und so den Kuchen für alle bei METRO größer zu machen.“

Weitere Artikel