Menschen Bewegen

Engagement über den Tellerrand hinaus

Durch Gastronomie die Welt verbessern – ein Ziel für das manche Gastronomen nicht nur kochen, sondern richtig brennen. Um dieses Engagement zu würdigen, wird jährlich der „Basque Culinary World Prize“ verliehen, eine internationale Auszeichnung für Köche, die durch ihre gastronomische Arbeit die Gesellschaft nachhaltig verändern.

Viele Gastronomen leisten weitaus mehr als nur hungrige Gäste satt zu machen. Manche gehen noch einen Schritt weiter und nehmen täglich einen positiven Einfluss auf gesellschaftliche Bereiche wie Gesundheit, Ernährung und Umwelt. Dieses Engagement feiert der Basque Culinary World Prize bereits seit vier Jahren und würdigt Gastronomen aus aller Welt, die einen herausragenden Beitrag zu gesellschaftlicher Veränderung leisten.

Das Besondere: Um für den Preis nominiert zu werden, müssen die Gastronomen von einem Experten, der ebenfalls in der oder für die Gastronomiebranche arbeitet, vorgeschlagen werden. Das Komitee wählt unter zahlreichen Nominierungen aus aller Welt ihre Top 10 für das Finale aus. Bei der Jahrestagung des Internationalen Rates des Basque Culinary Centers – übrigens ein Partner von GastronoMETRO in der Türkei – entscheidet eine Jury dann gemeinsam über den Gewinner. Der Sieger erhält 100.000 Euro, um eine Initiative, die den positiven gesellschaftlichen Einfluss der Gastronomie demonstriert, zu unterstützen.

 

In diesem Jahr konnte Anthony Myint aus der USA die internationale Jury – bestehend aus einflussreichen Köchen, Wissenschaftlern und Experten – von sich und seinem Tun überzeugen. Der renommierte Küchenchef und Betreiber des Restaurants „Mission Chinese Food“ setzt sich verstärkt gegen den Klimawandel ein und arbeitet an Lösungen, um die Umweltbelastung zu reduzieren und rief unter anderem das „ZeroFoodprint-Projekt“ ins Leben. Unter anderem berät er Lebensmittelunternehmen und zeigt ihnen, wie sie CO2 einsparen können. So konnte er auch viele internationale Spitzenrestaurants dazu bewegen, sich für mehr Nachhaltigkeit zu engagieren. Im vergangenen Jahr ging der Basque Culinary World Prize an Jock Zonfrillo, der sich für Förderung und Schutz der Esskultur indigener australischer Urvölker einsetzt. In seinem Restaurant „Orana“ bringt er Gästen die besonderen Traditionen und Gerichte der Aborigines näher.


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