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Was für den Proteinbedarf zukünftiger Generationen wichtig ist

Erbsenburger, Lachsfilet und Falafel haben etwas gemeinsam: Proteine. Sie sind lebenswichtig, schmecken gut und sättigen. Protein ist aber nicht gleich Protein. Je nach Art und Herkunft kann sich das Eiweiß, das wir servieren oder verzehren, positiv auf den Planeten auswirken – oder genau umkehrt eine Umweltbelastung darstellen. METRO setzt sich deshalb für den bewussten Konsum von Proteinen ein.

Ohne geht nicht: Proteine, umgangssprachlich Eiweiße, sind Energielieferanten und ein wichtiger Baustein des menschlichen Körpers. Proteine bestehen aus Aminosäuren; 20 davon benötigt unser Körper, kann aber 9 nicht selbst herstellen. Doch nicht nur für unsere Gesundheit (siehe Infokasten) sind Proteine wichtig. Nachhaltig produziert beziehungsweise angebaut, können sie sich positiv auf unsere Umwelt auswirken. Allerdings benötigen gerade industriell hergestellte Lebensmittel – insbesondere tierische Produkte – in der Haltung, Produktion und Verarbeitung viele Ressourcen. Mögliche Folgen: Wasserverschmutzung, Entwaldung oder hohe Treibhausgasemissionen.

Auch nicht artgerechte Tierhaltung, etwa die Käfighaltung von Hühnern auf zu engem Raum, ist ein Problem. Diese Haltungsform kann die Ausbreitung von Krankheiten begünstigen und dadurch zum erhöhten Einsatz von Antibiotika führen, was wiederum antibiotikaresistente Bakterien verursachen kann. Immer bewusster achten deshalb viele Verbraucher darauf, welche Lebensmittel sie essen und woher diese stammen. In den Fokus rückt hier zunehmend auch der bewusste Konsum von Proteinen.

Was sind Proteine?

0,8 Gramm Proteine braucht der menschliche Körper durchschnittlich am Tag pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Erwachsenen unter 65 Jahren mit einem Körpergewicht von 70 Kilogramm entspricht das einem täglichen Proteinbedarf von 56 Gramm. Dieser durchschnittliche Bedarf variiert allerdings – je nach Alter, Gesundheit und Fitnesslevel. Doch nicht allein die Menge an aufgenommenen Proteinen, auch die Qualität ist entscheidend. Das kann heißen, einen Mix aus Nahrungsmitteln mit pflanzlichem und tierischem Protein zu sich zu nehmen. Zu den proteinreichen Lebensmitteln gehören etwa Fisch, Fleisch, Milch und Eier, aber auch Reis kombiniert mit Bohnen. Letztlich sollten Verbraucher je nach individueller Situation selbst entscheiden, auf welche Proteinquellen sie setzen. Im Zweifel kann eine professionelle Ernährungsberatung helfen.
METRO setzt sich für einen ausgewogenen Einsatz von Proteinen ein. Das bedeutet, ein vielfältiges Angebot an nachhaltigen pflanzlichen und tierischen Proteinen anzubieten und damit einen Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu leisten. Eine Vielfalt an Proteinen wirkt sich dabei positiv auf die Biodiversität der Tier- und Pflanzenarten aus. METRO achtet daher auf ein abwechslungsreiches Sortiment, sowohl im Angebot in den Märkten, als auch in der Beratung von Kunden, was die Auswahl in ihren Restaurants angeht. Zur Verantwortung gehören zudem die Produktion und das Wohlergehen der Menschen, die diese Lebensmittel herstellen.
METRO Kroatien
Bild: METRO Kroatien

Was sind überhaupt "Alternative Proteine"?

Es gibt drei Gruppen von Eiweißen, die als „Bewusste“ oder „Alternative Proteine“ bezeichnet werden können. Die erste Gruppe sind nachhaltige tierische Eiweißquellen. Darunter versteht man Produkte von Tieren, die mit hohen Tierschutzstandards oder mit reduzierten Umweltauswirkungen aufgezogen werden – dass sie beispielsweise mit qualitativ hochwertigem Futter versorgt werden, viel Auslauf und Platz haben, Medikamente wie Antibiotika verantwortungsvoll eingesetzt werden und keine Überzüchtungen stattfinden. Zur zweiten Gruppe zählen pflanzliche Proteine, die beispielsweise Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Linsen und Soja, sowie Kerne, Samen und Nüsse und minimal verarbeite Produkte wie Tofu und Seitan umfassen. Die Produktion solcher Proteine erfolgt auf umweltfreundliche Weise. Das heißt, sie werden beispielsweise nicht auf abgeholzten Flächen angebaut, Wasser wird verantwortungsvoll eingesetzt und Pestizide werden begrenzt angewendet. Zur dritten Gruppe zählen alternative Proteinquellen. Damit sind unkonventionelle Produkte gemeint, etwa Insekten, Algen und Seegras, die in vielen Teilen der Welt – jedenfalls bislang – eher kaum auf dem Speisezettel stehen. Aber auch vollkommen neue Produkte, kultiviert durch innovative Techniken, zählen dazu. Zum Beispiel: zellkultivierter Fisch oder aus Pflanzen gewonnene Zutaten wie Erbsenprotein.

Bild: MAKRO Portugal

Wie METRO den bewussten Proteinkonsum fördert

Mehr pflanzliche Lebensmittel auf dem Speiseplan sind in jedem Fall eine gute Möglichkeit, die Ernährung vielfältiger zu gestalten. Ein breites Angebot an Lebensmitteln, die sowohl nachhaltige pflanzliche als auch tierische Proteine enthalten und die zur jeweiligen Kultur vor Ort passen, ist das Ziel von METRO weltweit. Dazu gehört auch das Ausprobieren alternativer Proteine, etwa Fleisch auf pflanzlicher Basis, in verschiedenen Märkten. Darüber hinaus erforscht beispielsweise NX Food neuartige Alternativen wie insektenbasierte 'Burger', pflanzliche Fischalternativen und sogar Fleisch aus Zellkulturen. Durch diese aktive Arbeit am Sortiment und dem Ausmachen künftiger Trends im Bereich proteinhaltiger Lebensmittel trägt METRO zu einer ausgewogenen Verwendung von Proteinen bei – von der Produktion bis auf den Teller.

Mit diesen Produkten engagiert sich METRO für einen nachhaltigen Proteinkonsum

Tierische Proteine
 
• Olhó Carapau Fisch: MAKRO Portugal fördert den Konsum von Stöcker, einem nationalen Fisch, der eine weniger bekannte Alternative beim Verzehr von Fisch darstellt. Jeder Großmarkt bietet eine lokale Variante an.
• Boškarin-Rindfleisch: Seit 2016 unterstützt METRO Kroatien einen Landwirt in Kroatien, der sich für den Erhalt des istrischen Boškarin-Rindes einsetzt. Die Rasse ist sehr selten und war in den 1990er Jahren so gut wie ausgestorben. METRO arbeitet speziell mit diesem Landwirt zusammen, um das hochwertige lokale Fleisch anzubieten und damit auch den Bestand dieser Rasse zu sichern.
• Reine Lungau Milch: Seit 2018 bezieht METRO Österreich Milch von Kühen aus der Biosphäre Reine Lungau. Dort werden die Kühe auf kleinen Familienbetrieben gehalten, wo sie ausschließlich auf Wiesen in der Region weiden und geschlachtet werden, sobald sie abgemolken sind. Dadurch können die Landwirte auch qualitativ hochwertigeres Fleisch herstellen.
• Eier aus Freilandhaltung: METRO Pakistan arbeitet mit Landwirten zusammen, deren Hühner sich frei auf Wiesen bewegen und so Freilandeier produzieren. METRO Türkei hat eine Eigenmarke für Eier ohne Käfighaltung eingeführt.
 
Pflanzliche Proteine

• Smilian-Bohnen-Initiative: METRO Bulgarien unterstützt lokale kulinarische Traditionen und arbeitet mit lokalen Produzenten der Smilian-Bohne zusammen, um das Produkt zu fördern und für einen breiteren Markt verfügbar zu machen.

Neuartige alternative Proteine

• Eigenmarken des Rotterdam Trading Office: Seit November bietet METRO unter der METRO Chef Eigenmarke ein neues Produktsortiment mit Fleisch auf pflanzlicher Basis an – zunächst sind Gyros, Shoarma und Natural Chunks erhältlich. Schweine- und rindfleischähnliche Produkte sollen folgen.
• Algen: METRO Japan bietet eine breite Produktpalette von Algen an.
• Insekten-Pasta: In METRO Märkten in Deutschland und Österreich gibt es Pasta aus Insekten zu kaufen.
• Vegane Fischprodukte: Bei METRO Deutschland gehören vegane Fischprodukte zum festen Sortiment.

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