Eine Kelle … Portugal im Casa Nata in Düsseldorf

Immer neue Trends bewegen die Branche – wir spüren ihnen nach. In unserer Serie „Eine Kelle …“ stellen wir regelmäßig spannende Projekte und Persönlichkeiten aus der Food- und Gastroszene vor. Heute erzählen André und Marta Piller vom Casa Nata, wie aus Fernweh nach Spezialitäten ein portugiesisches Café entstand.

MPULSE Serie - Eine Kelle
Gebäck von Casa Nata

Worum geht's?

  • Die Idee für das Café Casa Nata
  • Pastéis de Nata
  • Herausforderungen bei der Eröffnung
Andre und Marta in ihrem Café Casa Nata

André und Marta, im April 2022 habt ihr das Café Casa Nata mit portugiesischen Backwaren in Düsseldorf eröffnet – wie kam es zu der Idee?

Andre: Meine Frau ist Portugiesin und wir verbringen unsere Urlaube meistens in ihrer Heimat. Zurück in Deutschland haben wir immer die portugiesischen Backwaren vermisst, vor allem die Pastéis de Nata. Die gab es in Düsseldorf nur als Tiefkühlprodukt. Zwar gibt es viele portugiesische Restaurants, aber keine Bäckereien. Also dachten wir: warum nicht den Düsseldorfern portugiesische Backwaren näherbringen? 
Marta: Unser Café befindet sich in Unterrath, ganz in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens. Viele unserer Kunden kommen direkt aus dem Portugalurlaub, um sich mit unseren Spezialitäten für zu Hause einzudecken. Dazu gehören nicht nur unsere Backwaren, sondern auch Weine aus Portugal sowie Liköre, Bier, Tomatenmarmelade und Sardinen aus der Dose.

 

Die Pastel de Nata ist wohl die bekannteste und beliebteste Spezialität unter den portugiesischen Süßspeisen – was macht sie so besonders?

Marta: Pastéis de Nata sind handgemachte Blätterteigtörtchen mit einer cremigen Puddingfüllung. Sie haben eine lange Tradition in Portugal und lassen sich leicht mit den Fingern essen – zu jeder Tageszeit. Das Besondere bei uns: Wir haben nicht nur traditionelle Pastéis de Nata, sondern bieten auch Varianten mit verschiedenen Toppings an, etwa mit Schokolade, Walnüssen, weißen Bohnen und Mandeln, Kürbis-Feige oder Apfel-Zimt. Da mein Mann gelernter Koch ist, probiert er gerne neue Kombinationen aus.
André: Im Frühjahr und Sommer bieten wir Pastéis de Nata garniert mit Erdbeeren, Heidelbeeren oder Pflaumen an, wahlweise auch mit einer Kugel Eis. Dieses Jahr probiere ich auch eine Variante mit weißem Spargel aus. Zu Halloween hatten wir eine Nata mit frischem Chili und karamellisiertem Honig, zu Weihnachten eine mit Dominosteinen.

 

Was waren für euch die größten Herausforderungen bei der Eröffnung eures Cafés?

André: Wir haben das Café Casa Nata zu Beginn des Ukraine-Konflikts eröffnet. Es gab zeitweise Engpässe bei einigen Zutaten, die wir für unsere Spezialitäten brauchten. Das war aber schnell behoben. Außerdem hatten wir damals parallel noch das Café Grüngold in Düsseldorf-Flingern Süd. Am Anfang sind wir mit beiden Läden zweigleisig gefahren, haben morgens in dem einen und abends im anderen gearbeitet. Das war einfach zu viel. Letztendlich mussten wir uns für einen Laden entscheiden. Langfristig funktioniert das neue Konzept einfach besser, auch wegen der besseren Lage. Wir haben eine schöne Terrasse, sodass unsere Gäste ihre Pastéis auch im Freien genießen können. 
Marta: Wir hatten großes Glück, dass die Resonanz so gut war. Wir haben viele Stammgäste aus Düsseldorf, aber auch aus Duisburg, Köln und Umgebung, die zu uns kommen. Viele sind über Instagram und Facebook auf uns aufmerksam geworden. Sie wollen die Pastéis de Nata probieren und dabei ein bisschen Urlaubsfeeling erleben. Denn hier bekommen sie nicht nur leckerstes Gebäck, sondern können zudem abschalten und den Alltag für einen Moment vergessen.

 

Portugiesischer Bolo Rei

Ebenfalls traditionell portugiesisch: Bolo Rei, ein mit kandierten Früchten, Nüssen und teils Schokolade und Zucker bestreuter Hefeteigring. Hier geht’s zum Rezept.

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