Grenzen Bewegen

Bots, die komplexe Aufgaben für Menschen übernehmen, Roboter, die das Lager kontrollieren. Science Fiction? Nicht mehr!

Zum dritten Mal zeigt das „LAB powered by METRONOM“ was die Zukunft der Digitalisierung von Großhandel und Gastronomie schon heute mit sich bringt. Dieses Mal dreht es sich um die Themen „Robotische Assistenz und Prozessautomatisierung“.

Grafik Robotics Gesamtbild
Die METRO Innovationsausstellung öffnet zum dritten Mal ihre Türe, um neue digitale Lösungen aus der Welt der Roboterassistenz, Prozessautomatisierung und künstlicher Intelligenz für Groß- und Einzelhandel vorzustellen. Anhand anschaulicher Anwendungsfälle werden die Besucher durch die Ausstellung geführt, mit der Möglichkeit die Tech-Lösungen interaktiv auszuprobieren. Wie bei den vorherigen Ausstellungen, erhalten alle Besucher eine Persona-Rolle, die bei der Betrachtung der Showcases helfen und das Anwendungsfeld für die METRO Kunden und Mitarbeiter klar machen soll. Angetrieben von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, sollen robotische Assistenten das Leben der Mitarbeitenden erleichtern aber auch für eine positive Customer Experience sorgen. Bei einigen Anwendungen handelt es sich um innovative Prototypen. Umso interessanter ist der Blick hinter die Kulissen dieser Entwicklungen. Aber welche Technologien genau sind im LAB diesmal versteckt?
Prozessautomatisierung gegen Produktivitätskiller

Prozessautomatisierung gegen Produktivitätskiller

Stellen wir uns die METRO-Märkte in Indien vor (das sind übrigens 27 Stück). In jedem dieser Märkte müssen Waren angeliefert werden. Natürlich kommen die Direktlieferanten nicht alle auf einmal an, oder wenn sie gerade Zeit haben, sondern sie vereinbaren Termine dafür. Und wie? Na, per Telefon! In jedem der 27 indischen Märkte arbeitet somit eine Person, die den ganzen Tag nichts anderes macht, als zu telefonieren und die entsprechenden Slots zu vergeben. Eine wahnsinnig aufwendige Arbeit, die mit vielen Excel-Tabellen und vielfach wiederholenden Handlungen zu tun hat. Genau diese regelbasierten, strukturierten Prozesse sollen von den Robotern übernommen werden. Streng genommen sind das keine Roboter. Es ist ein automatisierter Algorithmus, der freie Slots identifiziert und automatisch vergibt. Das Ganze wird für die Lieferanten fast so einfach, wie online eine Pizza bestellen. Die Menschen müssen nur da eingreifen, wo es Probleme gibt. Oder dann, wenn die Algorithmen an ihre Grenzen stoßen.

Durch diese Automatisierung sollte 95% der Zeit gewonnen werden und natürlich die Kapazitäten der Menschen, die in dieser Zeit andere Aufgaben übernehmen können. Darüber hinaus können menschliche Fehler vermieden werden. Die Anwendung wird in Kürze in Indien Live gehen.

Warenrechnungen in Sekundenschnelle bezahlen

Angenommen, die Waren wurden an METRO geliefert. Was ist der nächste Schritt? Richtig, die Rechnungen müssen bezahlt werden. Also nimmt der METRO-Mitarbeitende sein Handy, und fotografiert die Rechnung. Die wird von der neuen Anwendung erkannt und auf Legalität geprüft. Genau das macht The Data Capturing Enterprise Solution (DCES) möglich. Dank maschinellem Lernen kann diese Anwendung verschiedenste Layouts und Stile von Rechnungen erkennen und stellt somit eine hohe Datenqualität und Automatisierungsrate sicher. Das Ganze kann einfach in die METRO Merchandising IT-Landschaft integriert werden. Und macht das Leben der Rechnungserfassenden noch ein bisschen einfacher. Wenn die Wareneingangsbuchung in Ordnung ist, kann die Rechnung ab dem Zeitpunkt per Klick bezahlt werden.

Grafik Prozessautomatisierung
Grafik Drohne

Lagercheck der Zukunft


Inventuren können langatmig sein. Und alles was langatmig ist, hat mit monotoner Arbeit, sich mehrfach wiederholenden Aufgaben und menschlichen Fehlern zu tun. Auch bei dieser Arbeit können uns schon heute Roboter entlasten und Raum für andere Aufgaben schaffen. Ein Beispiel: In einem Lager wurden einige Waren falsch einsortiert. Das weiß man. Nur nicht mehr in welchen Lagerregalen. Ein Lagerist müsste in diesem Fall loslaufen und manuell jedes Fach eines Regals nach den Fehlern überprüfen. Klingt nach ziemlich viel unangenehmer Arbeit. Aber es geht anders: Der Lagerist nimmt ein Tablett in die Hand und gibt der Drohne, beispielsweise dem PINC Aerial Inventory Robot™ die Aufgabe, die Regale zu durchsuchen. Mit einer viel höherer Präzision, als Menschen es in vielen Fällen tun können, können die Drohnen solche Aufgaben in viel kürzerer Zeit erledigen. Nun ersetzt der Roboter keinen Menschen. Nicht in diesem Fall und nicht in anderen Fällen. Die Mitarbeiter werden vielmehr entlastet und können sich in der Zeit mit sinnvolleren, anspruchsvolleren Aufgaben beschäftigen. Solche, zu deren Lösung Roboter nicht in der Lage wären.

„Ok, Google, setze die Tomaten auf die Einkaufsliste ...“


Kochen ist eine hohe Kunst. Oftmals werden Köche von der Entwicklung neuer Menus und Rezepte durch einfach Routine abgelenkt, wie Warenbestellungen, Lagercheck und sonstigen Sachen, die es im Restaurant so zu tun gibt. The virtual Shopping List Assistant, eine Sprachassistenz für Einkaufslisten, soll eine solche Aufgabe übernehmen und zwar per Sprachkommando Zutaten bestimmter existierender oder neuer Rezepte auf die Einkaufsliste setzten. Die Zutaten können über eine App direkt bei einem der METRO-Märkte eingekauft werden. Und zack – ist das Einkaufen schon mal erledigt. Das Ganze ist heute leider noch nicht so traumhaft einfach: Die Rezepte müssen manuell hinterlegt werden, der Sprachassistent kann Wörter nicht erkennen oder es kann in einer Großküche einfach nur zu laut für einen solchen Sprachassistenten sein. Es gibt noch viel Raum für Tech-Lösungen und Innovationen in diesem Feld. Aber die ersten Schritte sind bereits eingeleitet.
Grafik Rechnungen schnell bazahlen

Neue Technologien erleichtern dem Menschen das Leben, um ihm den Raum zu geben, kreativ zu sein, komplexe Aufgaben zu erledigen und sich um wichtigere Sachen zu kümmern, als das monotone Suchen nach einer Box im Lager oder nach einem Time-Slot in einer Excel Tabelle. Diese spannenden Anwendungen kann sich jeder im „LAB powered by METRONOM“ ansehen, ausprobieren und sich für neue Tech-Lösungen im Bereich des Großhandels inspirieren lassen.

Und zur aller Letzt ein kleiner Vorgeschmack: das nächste Mal geht es bei dem LAB um Smart Checkout. Der Kontakt zum Team und Führungen durch das „LAB powered by METRONOM“ bleibt: nikita.baranov@metronom.com


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