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Food-Innovationen – so können sie gelingen

Der Markt für innovative Lebensmittel boomt – doch was überzeugt Verbraucher wirklich? Für ein erfolgreiches Produkt empfiehlt NX-Food, der Innovationshub von METRO, bei Entwicklung und Markteinführung auf die Expertise von Küchenchefs zu vertrauen.

Pflanzenbasierte Proteine, Lebensmittel aus dem 3D-Drucker oder kultiviertes Fleisch – dies sind nur einige Innovationen auf dem Markt. Doch was als fertiges Produkt im Handel landet, muss Verbrauchern noch lange nicht schmecken. Zudem ist der Platz in den Regalen der Märkte begrenzt und die Aufnahmekriterien für ein neues Produkt sind nicht leicht zu erfüllen. NX-Food setzt bei der Markteinführung von Innovationen daher auf die Expertise von Küchenchefs, anstatt den direkten Weg ins Supermarktregal anzustreben: Wie der Launch durch die Zusammenarbeit gelingen kann und darüber hinaus auch dem Koch Vorteile bringt, erklären die Experten von NX-Food in ihrem „Whitepaper Gastronomy First“.

Köche sind die Stars der Lebensmittelindustrie. Sie wissen genau, was auf dem Teller gut ankommt und was nicht und sind immer auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen für ihre Gäste. „Ein Chefkoch ist der Experte für alle Aspekte des Essens. Sein Feedback kann helfen, das Produkt zu verbessern und auf die Bedürfnisse des Kunden zuzuschneiden“, erklärt Frank Anders von NX-Food. Um neue Produkte auf ihre Qualität zu testen, erstellt ein Küchenchef erste Beispielgerichte. „Ich suche nach neuen Produkten, bei denen die Textur und der Geschmack dem ähneln, was die Leute kennen. Ich möchte sie dort erreichen, wo sie stehen, denn Menschen sind Gewohnheitstiere. Für mich, in meiner Arbeit mit den Produkten, ist deren Handhabbarkeit und Vielseitigkeit ebenso entscheidend“, erklärt Küchenchef Adam Penney, Experte für Lebensmittelinnovationen und Befürworter einer pflanzenbasierten Ernährung. Mit seinem Restaurant Three Buns in Singapur war er Partner bei der Einführung von Impossible Foods‘ veganem Hackfleisch und der pflanzenbasierten Hähnchenalternative Tindle des Start-Ups Next Gen Foods.

Weitere spannende Infos rund um NX-Food und deren Strategiekonzept „Gastronomy First“ erzählt Frank Anders im Interview.

Das vollständige Whitepaper zum Download: „Gastronomy First – 5 reasons for launching food innovations with culinary experts”

Der erste Eindruck zählt

Der erste Eindruck entscheidet häufig darüber, ob ein Konsument ein Produkt erneut kauft oder nicht, daher ist dieser bei der Einführung von Lebensmittelinnovationen kritisch. „Neue Produkte erfordern eine andere Handhabung – sie in die Hände eines Experten zu geben, der das neue Produkt mit Respekt behandelt und ihm gerecht wird, erhöht die Chance für einen guten ersten Eindruck“, sagt Penney. Auch kleinere potenzielle Schwächen des Produkts könnten so aufgefangen werden: Angenommen, veganer Mozzarella eignet sich nicht für eine Lasagne, etwa, weil er zu schnell verbrennt – wenn der Koch das weiß, wird er keine Lasagne, sondern vielleicht Caprese anbieten. Wenn ein Kunde jedoch zuhause eine Lasagne damit zubereitet und die dann nichts wird, kauft er das Produkt eher nicht noch einmal.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den ein Küchenchef einem Produkt und einer Marke übertragen kann, ist seine kulinarische Glaubwürdigkeit. „Es gibt immer Zweifel an der Bewerbung eines Produktes durch das Unternehmen, das es herstellt oder verkauft, aber ein unabhängiger Koch, der mit seiner Glaubwürdigkeit bürgt, ist ein klares Signal für Gäste und andere Köche“, sagt Rachel Soeharto von Impossible Foods. Ist der Küchenchef erst einmal von dem Produkt überzeugt, bleibt er nicht nur bei der Marke und ist offener für neue Produktinnovationen, sondern kann auch Teil des Marketings sein. So steht auch Adam Penney auf allen Kanälen hinter dem von ihm mitentwickelten Produkt, bewirbt es beispielsweise über die sozialen Medien oder nimmt an Videokonferenzen mit Medienvertretern teil. Durch den positiven ersten Eindruck und die kulinarische Glaubwürdigkeit kann die Gastronomie eine zentrale Rolle in der Markteinführung und dem Schaffen von Nachfrage beim Endkonsumenten spielen, die letztendlich als Absatzmotor fungiert, wenn das Produkt in den Supermarktregalen angekommen ist.

Leuchtturm für innovatives Essen

Aber auch für den Küchenchef ist die Zusammenarbeit von Vorteil, so das Fazit im Whitepaper von NX-Food. Verbraucher achten immer mehr darauf, ob es sich bei Speisen in der Gastronomie um nachhaltige, gesunde und lokal erzeugte Lebensmittel handelt. Durch Innovationen wie beispielsweise Alternative Proteine seien nicht nur diese Anforderungen erfüllt, sondern es könnten auch neue Essenserlebnisse für die Gäste geschaffen werden, die wiederum neue Kunden anlocken und für einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz der Branche sorgen. Darüber hinaus biete die Zusammenarbeit den kulinarischen Experten die Möglichkeit, den Produkten ihre Handschrift zu verleihen, kreativ zu sein – und womöglich ein neues kulinarisches Kapitel aufzuschlagen.


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